DemenzHilfe Oldenburg e.V.

INFORMATIONS- und BERATUNGSSTELLE

Aktuelles

7. AKTIONSTAG DEMENZ

Die Karl-Jaspers-Klinik lädt am 07. November zum „Aktionstag Demenz“ ein.

Die diesjährige Veranstaltung steht unter dem Titel „Gewalt in der Pflege“. Dieser etwas provokant klingende Titel hat einen ernsten Hintergrund. Der Umgang mit schwer Kranken, insbesondere Demenzerkrankten, verlangt allen Beteiligten ein Maximum an psychischer und physischer Stabilität ab. Immer wieder geraten pflegende Angehörige, aber auch professionell Pflegende, an ihre Grenzen und überschreiten diese. Fehlender emotionaler Rückhalt, enge Zeitpläne und die oft fehlende positive Resonanz auf eigenes Bemühen können zu Umgangsformen mit den Kranken führen, bei Empathie und Respekt verloren geht.

Umgekehrt sind Demenzkranke oft in ihrem Wesen schwierig: Unruhe, Zeitdruck, wechselnde Bezugspersonen und vieles mehr führen zu Angst und Aggressivität gegen diejenigen, die eigentlich nur helfen wollen. Wie lebt es sich in einem solchen Spannungsfeld? Welche Mechanismen lösen Aggressionen auf der einen wie auf der anderen Seite aus und was kann man dagegen tun?

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Flyer und Anmeldung Download

Welt-Alzheimertag – Tag der offenen Tür am 21. September 2017

Seit 1994 finden am 21. September in aller Welt vielfältige Aktivitäten statt, um die Öffentlichkeit auf die Situation von Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen aufmerksam zu machen. Weltweit sind etwa 46 Millionen Menschen von Demenzerkrankungen betroffen, zwei Drittel davon in Entwicklungsländern. Bis 2050 wird die Zahl auf voraussichtlich 131,5 Millionen ansteigen, besonders dramatisch in China, Indien und den afrikanischen Ländern südlich der Sahara.

Immer wieder geht es darum, auf die Situation der 1,6 Millionen Demenzkranken und ihrer Familien in Deutschland hinzuweisen. Auch wenn gegenwärtig eine Heilung der Krankheit nicht möglich ist, kann durch medizinische Behandlung, Beratung, soziale Betreuung, fachkundige Pflege und vieles mehr den Kranken und ihren Angehörigen geholfen werden.

Am 21. September, anlässlich des diesjährigen Welt-Alzheimertages lädt die DemenzHilfe Oldenburg e.V. zu einen „Tag der offenen Tür“ ein. Interessierte haben die Möglichkeit sich von 9.00 - 16.00 Uhr rund das Thema „Demenz und Alzheimer Erkrankung“ zu informieren.

Grußwort zur Woche der Demenz 2017

Gemeinsames Grußwort von Herrn Bundesminister Gröhe und Frau Bundesministerin Dr. Barley für die Woche der Demenz 2017

Demenz. Die Vielfalt im Blick – das Motto der diesjährigen Woche der Demenz will unsere Wahrnehmung schärfen. Denn jeder Mensch, der an Demenz erkrankt, ist und bleibt eine eigenständige Persönlichkeit. Das beachten wir manchmal zu wenig, wenn wir den Betroffenen begegnen. Die Lebensumstände, die Lebensgeschichten, die Bedürfnisse sind auch bei diesen Menschen ganz unterschiedlich und sie prägen sie auch bei der „Reise ins Vergessen“. Deshalb braucht es eine ganz eigene, an das jeweilige soziale Umfeld angepasste Unterstützung. Menschen, die aus anderen Kulturen stammen, Menschen, die noch mitten im Berufsleben stehen, hochaltrige und pflegebedürftige Menschen: Jede und jeden kann die Krankheit treffen. Jede und jeder verfügt auch über jeweils eigene, ganz unterschiedliche Möglichkeiten zum Umgang mit der Erkrankung.

Mit der Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs sowie eines neuen Begutachtungsinstruments erhalten die an Demenz erkrankten Menschen seit Anfang dieses Jahres endlich einen gleichberechtigten Zugang zu allen Leistungen der Pflegeversicherung. Durch die Pflegestärkungsgesetze erhalten sie, aber auch ihre Angehörigen, zudem deutlich mehr und passgenauere Unterstützung. Als Gesellschaft machen wir damit zugleich deutlich, wie wichtig uns gute Pflege als Ausdruck der Menschlichkeit unserer Gesellschaft ist. Wir zeigen, wie wir Anteilnahme, Nächstenliebe und Gemeinsinn verstehen und leben wollen.
Mit der Vielfalt von inzwischen 500 Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz wollen wir der Vielfalt an Bedürfnissen gerecht werden. Die Arbeit dieser regionalen Netzwerke hat einen besonderen Stellenwert im Zusammenspiel der Hilfen. Sie sind vor Ort, nah bei den Menschen, ihren Nöten und Sorgen. Das schafft Vertrauen und überwindet Berührungsängste.

Und mit der von uns gemeinsam getragenen Initiative „Demenz Partner“ der Deutschen Alzheimer Gesellschaft Selbsthilfe e. V. lässt sich ohne großen Aufwand lernen, worauf es im Kontakt mit demenzerkrankten Menschen ankommt.

Wir wollen alle Bürgerinnen und Bürger ermutigen: Engagieren Sie sich vor Ort! Unterstützen Sie Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen! Erleben Sie selbst, dass uns die Begegnung mit an Demenz erkrankten Menschen bereichern kann, wenn Sie die Vielfalt in den Blick nehmen.

www.lokale-allianzen.de

MIT-GEFÜHL bei Demenz

Ein Vortrag im Rahmen der "Woche der Demenz"

Eine Veranstaltung der DemenzHilfe Oldenburg e.V. und Karl-Jaspers-Klinik

Am 26. September 2017 um 16.00 Uhr in der Landesbibliothek Oldenburg

Referentin: Friedlinde Köhler, 2. Vorsitzende der DemenzHilfe Oldenburg e.V.
Altenpflegerin; Sozial- und Pflegeberaterin mit Schwerpunkt Demenzerkrankungen

Ich denke, also bin ich“ (Descartes 1596-1650) Wir müssen lernen umzudenken. Es würde helfen, nicht mehr die Ratio in den Mittelpunkt zu stellen, sondern Emotion und Empathie. Gefühle zu haben und diese in Worte zu fassen, das eigene innere Erleben zu beschreiben, ist nicht einfach. Die Anforderungen des Alltags machen es meist notwendig, rational und gut überlegt die täglichen Dinge zu erledigen. Gefühle sind hierbei oft hinderlich.

Im Verlauf einer Demenzerkrankung spielen Gefühle eine bedeutende Rolle und der Betroffene ist darauf angewiesen, dass Angehörige und Menschen in ihrer Umgebung lernen, sich auf diese neue Form der Beziehungsmöglichkeit einzulassen. Kommunikation mit Demenzkranken gestaltet sich deshalb schwierig, weil sie sich nicht am logischen Denken orientiert.

Wir können im Umgang mit Demenzbetroffenen versuchen hinzuschauen, zuzuhören, uns hinein fühlen in die Gedanken- und Innenwelten. Demenzkranke fordern unsere Emotionen heraus, wir können sie ausschließlich über das Gefühl erreichen. In diesem Vortrag geht es darum, Anregungen zu erhalten und sich dem Thema anzunähern.

Start der Veranstaltungsreihe „Treffpunkt Demenz“

In der Auftaktveranstaltung der Informationsreihe „Treffpunkt Demenz“ am 11.04.2017 referierten Friedlinde Köhler (DemenzHilfe Oldenburg e.V.) und Imke de Reuter (Karl-Jaspers-Klinik) über das Krankheitsbild, den Verlauf und die damit einhergehenden Herausforderungen von Demenz. Profitieren konnten die 130 Besucherinnen und Besucher dabei vor allem von der Fachkompetenz und den Praxiserfahrungen der Referentinnen sowie der vertrauensvollen Atmosphäre der Veranstaltung, die auch Raum für persönliche Fragen und Erfahrungen bot. Anlass für eine erste Auseinandersetzung mit den verschiedenen Gesichtern der Demenz ist häufig das Gefühl, dass mit den eigenen Angehörigen irgendetwas nicht stimmt. „Uns ist es wichtig, gerade diesen Angehörigen und Betroffenen zu vermitteln, dass sie nicht alleine mit den Herausforderungen sind und es sehr gute Hilfsangebote gibt“, so Imke de Reuter und Friedlinde Köhler.

Erstmals organisieren die DemenzHilfe Oldenburg e.V. und die Karl-Jaspers-Klinik in diesem Jahr gemeinsam die Informationsreihe zu dem Thema Demenz. Bis Dezember finden monatlich Vorträge u.a. zu den folgenden Themen statt: Ab wann spricht man eigentlich von einer Demenz? Mit welchem Test wird gearbeitet um eine Demenz zu diagnostizieren? Welche Hilfsangebote stehen den pflegenden Angehörigen zur Seite? Weitere Informationen zu den einzelnen Vorträgen der Informationsreihe finden Sie unter www.karl-jaspers-klinik.de Veranstaltungsort ist jeweils die Landesbibliothek in Oldenburg.

Vortragsreihe 01Vortragsreihe 02

Hilfsangebote für Demenz in Oldenburg

Veranstaltung am 08.08. in der Landesbibliothek Oldenburg

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Treffpunkt Demenz wurden am 08. August, 6 neutrale Institutionen von der Karl-Jaspers-Klinik und der DemenzHilfe Oldenburg e.V. in die Landesbibliothek eingeladen. Nach wie vor ist die Hemmschwelle zur Annahme fremder Hilfe für pflegende Angehörige groß. Es wird oft zu spät Unterstützung angenommen. Angehörige pflegen ihre Familienmitglieder häufig bis zur eigenen Belastungsgrenze. Das Risiko, seelisch und körperlich selbst zu erkranken, steigt damit erheblich. Weniger als 10 % der pflegenden Angehörigen nehmen Unterstützung an, erklärte Friedlinde Köhler von der DemenzHilfe Oldenburg e.V.

Die Mitarbeiterinnen der einzelnen Institutionen stellten sich und ihr Angebot persönlich vor und forderten die Teilnehmenden eindringlich dazu auf, Beratungen und Entlastungsleistungen frühzeitig in Anspruch zu nehmen.

Ilka Haupt und Regina Schmidt vom SPN erklärten sensibel die Bedeutsamkeit eines vertraulichen Beratungsgespräches und Möglichkeit eines Hausbesuchs durch die Mitarbeiterinnen des Pflegestützpunktes.

Gundi Pape von EvaSenio teilte den Anwesenden ausführlich das Gewicht der nachbarschaftlichen Kontakte mit und machte auf die Unterstützung der ehrenamtlichen Seniorenhilfe in Eversten zur Unterstützung bei Einkäufen, Arztterminen, Behördengängen oder Gartenarbeit aufmerksam.

Ele Herschelmann von der Alzheimer Gesellschaft Oldenburg erläuterte die Zweckmäßigkeit von Selbsthilfegruppen aber auch die Wichtigkeit des Erlebens von Solidarität der Betroffenen und wies auf freie Plätze bei der Unterstützten Selbsthilfegruppe für Menschen mit beginnender Demenz hin.

Ilona Bender stellte die individuelle Kleingruppenbetreuung von max. 5 Demenzbetroffenen im Uhlenhus und das Sportangebot in Kooperation mit dem TuS Bloherfelde vor.

Juliane Visser von Gerontologisch machte in ihrem Vortrag auf das Bewegungsprogramm der DemenzHilfe und die vielen Möglichkeiten der Aktivierung & Begleitung bei sportlichen Aktivitäten aufmerksam und wies die Teilnehmer auf die Wichtigkeit der Bewegung vordringlich an frischer Luft hin.

Elke Frommberger vom ambulanten Hospiz dienst präsentierte in ihrem Vortrag das ehrenamtliche Angebot der Unterstützung durch Palliativberatung, der individuellen Begleitung beim Abschied nehmen und die Möglichkeit des Hausbesuchs im Pflegeheim oder Krankenhaus.

Die vorgestellten Angebote der einzelnen Institutionen sind kostenfrei oder über die Pflegeversicherung nach § 45b SGB XI abrechenbar, sodass den Betroffenen keine Kosten entstehen.

TreffpunktDemenz-01.jpgTreffpunktDemenz-02.jpg

Große Begeisterung bei Menschen mit Demenz

Die Fahrradtouren der DemenzHilfe Oldenburg e.V. wurden mit großer Begeisterung angenommen.

Betroffene zehren noch lange von dem Erlebten und erinnern sich gerne an den gemeinsamen Ausflug. Auch Angehörige wurden eingeladen, an der Tour teilzunehmen und hatten viel Freude dabei. Forschungsergebnisse verdeutlichen die positiven Effekte von Bewegung und sportlicher Aktivität auf den Verlauf einer Demenzerkrankung, wie z.B. längerer Erhalt von Kraft, Gleichgewicht und motorischer Fähigkeiten sowie vermindertes Sturzrisiko. Neben der Förderung körperlicher Mobilität wirkt sich Bewegung ebenso günstig auf das psychische bzw. psychosoziale Befinden der Betroffenen aus; Depressivität und Sturzangst verringern sich.

Die Angebote zu den begleiteten Fahrradtouren finden monatlich statt und sind kostenfrei.

Der nächste Termin findet am Sonntag, 18. Juni um 14:00 Uhr statt.
Anmeldung werden ab sofort entgegengenommen unter:
DemenzHilfe Oldenburg e.V.
Tel: 0441/36143908

www.demenzhilfe-ol.de

Demenzhilfe Fahrradtour

Antrag auf Mitgliedschaft

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