DemenzHilfe Oldenburg e.V.

INFORMATIONS- und BERATUNGSSTELLE

Die Phasen der Demenzerkrankung und ihre Symptome

Wie können die Phasen der Demenzerkrankung beschrieben werden?
Wie lassen sich die Symptome unter menschenkundlichen Gesichtspunkten erklären?

Das Einmalige, Besondere an der Demenzerkrankung ist, dass sich im Laufe dieser Erkrankung ein Sterbeprozess vollzieht, der sich über lange Zeit erstrecken kann. Diese Erfahrung ist der Menschheit erst in unserer Zeit richtig zugänglich geworden. Die Betroffenen sind immer weniger in der Lage, sich in der äußeren Welt zurechtzufinden. Wenn sie aber adäquat begleitet und unterstützt werden, können sie sich in der geistigen Welt, in die sie langsam hinein wachsen, umso besser orientieren. Diese Zusammenhänge der so genannten „Exkarnationspädagogik“ müssen dringend detaillierter erarbeitet und kulturell zur Verfügung gestellt werden. Entscheidend ist, dass wir über die verschiedenen Phasen dieses Krankheitsbildes und die auftretenden Symptome Bescheid wissen und mit Blick auf den ganzen Menschen begreifen, was geschieht:

1. Phase – Verlust der Beziehung zu Raum und Zeit
Die ich-geführte Gedankenbeziehung zu Raum und Zeit lässt nach. Die Ich-Organisation löst und befreit sich zunehmend vom Leib, interessiert sich immer weniger dafür, denn sie versucht sich schon an der Schwelle zu orientieren.
2. Phase – Kontrollverlust über die Gefühle
Nun lockert sich der Astralleib in seiner Verwundbarkeit und Sensibilität, die Nerven und Gefühle liegen blank und machen den Betroffenen sehr verletzlich. Das Ich ist noch nahe, hat noch nicht vollkommen die Orientierung verloren. Noch kann der erkrankte Mensch spüren, dass er immer weniger der ist, der er war. Mit der emotionalen Verunsicherung gehen Angst, Misstrauen, Aggression und ein großer Bewegungsdrang einher. Jetzt kommen all die ungebändigten Emotionen, alles, was krampfhaft niedergehalten wurde, an die Oberfläche, eben, weil es zwanghaft niedergehalten und nicht durch reife seelische Führung verwandelt worden war. Das geschieht insbesondere bei Menschen, die sich selbst im Leben sehr unter Druck gesetzt haben, wie es ja oft vorkommt. Jetzt erleben andere, was man selber nicht erleben wollte, was man zu kontrollieren und zu unterdrücken versuchte. Damit können die Betroffenen kaum umgehen und projizieren ihre Emotionen nach außen, indem sie die Menschen um sich herum beschuldigen. Das pflegende Umfeld sollte solche Projektionen liebevoll zurück spiegeln und unter Einsatz der eigenen astralen Kräfte stellvertretend für den Kranken liebevoll stützend und kompensierend damit umgehen. Da gibt es viele Möglichkeiten, die man in unseren Ausbildungen erlernen kann.
3. Phase – Verlust des wachen Bewusstseins
In der nächsten Phase löst sich der Astralleib ganz heraus, die Lust zu laufen und wegzulaufen hört auf. Die Kranken werden gebrechlich, pflegebedürftig. Sie gleiten in einen pflanzenartigen Dämmerzustand: Jetzt sind nur noch physischer Leib und Ätherleib inkarniert. Das Großartige dabei ist: Auch wenn Menschen schon ganz weg zu sein scheinen, gibt es immer wieder Momente, in denen sie nochmals ganz da sind. Ich habe das selbst des Öfteren erleben dürfen, wenn ich demente Freunde besuchte, auch bei einem Psychiater, den ich noch kurz vor seinem Tod im Krankenhaus besuchte und der schon ganz weg war. Ich setzte mich einfach an sein Bett und erzählte ihm aus seinem Leben, von unseren Begegnungen, sprach bewusst das Ich und das Fühlen im Außerkörperlichen an, das ja deutlich wahrgenommen werden kann. Ich unterhielt mich einfach mit ihm und plötzlich fuhr er in seinen Körper rein, machte die Augen auf und bewegte die Lippen, um etwas zu sagen. Sein Blick traf mich ins Herz, so lebendig erschien er mir. Das sind sehr besondere Momente, wenn man erleben kann, wie die sinnlich wahrnehmbare, gebrechliche Erscheinung für kurze Zeit vom vertrauten Wesen des Menschen durchdrungen wird.
4. Phase – Eintreten des Todesaugenblicks
In der letzten Phase tritt irgendwann der Todesaugenblick ein, der geheiligt und für jeden Menschen im Schicksal vorbestimmt ist.
Vgl. Vortrag über Demenz im Hombrechtikon in der Schweiz 2007

Autor Dr. Michela Glöckler

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