DemenzHilfe Oldenburg e.V.

INFORMATIONS- und BERATUNGSSTELLE

Demenz und die Macht des Ausgeblendeten

Schamanische Perspektiven

Peter Levine ist in der Erforschung von Traumata auch in Kontakt mit indianischen Schamanen gekommen. Diese wissen, dass sich bei Menschen, die Erlebnisse haben, mit denen sie nicht fertig werden, ihre Seele vom Körper trennen kann. Sie bezeichnen dies als „Raub der Seele“ und dies bildet in ihren Augen die am weitesten verbreitete und schädlichste Krankheitsursache. Man sitze in einer Art spirituellem Niemandsland fest, verliere sich in einem Zustand der spirituellen Erregung. Der Schamane als Heiler wendet dann Methoden an, diesen verlorenen Seelenanteil zu bewegen, an seinen Platz im Körper zurückzukehren.

Traumatische Erlebnisse entstehen insbesondere durch Übergriffe von Menschen an Menschen. Wie anders als in einem Zustand unfassbarer innerer Leere muss man sich ein missbrauchtes Kind vorstellen, das einem solchen Ereignis noch keinerlei stabile Persönlichkeit entgegensetzen kann. Wie schwer mag es sein, jemals wieder Vertrauen in Menschen entwickeln zu können, überhaupt Beziehungen einzugehen. Beziehungsstörungen treten auf sowohl in bezug auf den eigenen, erstarrten, entfremdeten Körper. Ein Sich-fallen- lassen-können in andere Menschen wird unmöglich. Das ist schwer, wenn Vertrauen fehlt.

Auch das finden wir in der Demenz. Der Körper sklerotisiert, verhärtet in das Älterwerden. Das ist im Grunde ein normaler Vorgang. Der demente Mensch jedoch spürt sich nicht, wirkt in fortgeschrittener Erkrankung wie körperlos. Sie können im Winter in Sommerkleidung durch die Straßen irren und spüren keine Kälte, weil sie sich nicht spüren. Alles ist erstarrt. Der Mensch mag auf der Suche sein, getrieben, vielleicht nach seinem zu  Hause – die Gedanken kreisen wie enthoben der irdischen Realität, irgendwo und nirgendwo. Auf der Erde ist alles fremd, der eigene Körper eingeschlossen.

In den fortgeschrittenen Phasen wird niemand mehr erkannt, weder die täglichen Bezugspersonen noch die eigenen Kinder. Desorientierung nenne wir dies im Fachjargon, zu Ort, Zeit, Sprache, Personen, zu sich selbst.

Die im Trauma erlebte Entfremdung des eigenen Körpers und der Erde, das Grundgefühl der Verlorenheit hat sich endgültig durchgesetzt. Bringt man Menschen mit hochgradiger Demenz wieder dahin, wo sie hin möchten, zum Beispiel nach Hause, dann erkennen sie das nicht wieder.Was bleibt, ist eine Idee von zu hause, eine dem Irdischem entbundene, frei schwebende Idee. 

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