DemenzHilfe Oldenburg e.V.

INFORMATIONS- und BERATUNGSSTELLE

Demenz und die Macht des Ausgeblendeten

Permanente Über-Erregung Permanente_ber-Erregung

Einer der heilsamen Aspekte in der Arbeit mit demenziell veränderten Menschen ist es daher, ein Klima der Ruhe und Harmonie zu schaffen. Unruhe trifft sofort auf starke Resonanz, ist für den dementen Menschen häufig nicht zu ertragen.

Ein unbewältigtes Trauma verändert die Reizverarbeitung im Gehirn, führt zu einer permanent erhöhten Erregung des zentralen Nervensystems.

Durch die ständige Erwartung von Gefahr verändern sich die basalen Regelkreise, davon betroffen sind insbesondere im Bereich des limbischen Systems die Mandelkerne (Amygdalae) und die Hippocampusformation.

Die Amygdalae sind die emotionale Feuerwehr im Organismus, die Brandmelder für Gefahren. Bevor ein Außenreiz das Großhirn erreicht gibt die Feuerwehr bereits in Sekundenbruchteilen eine erste Einschätzung ab, ob Gefahr droht oder alles in Ordnung ist! Sie erregen unspezifisch das ganze Gehirn.

Normalerweise werden Angstreize durch die Einordnung in einen Gesamtzusammenhang entschärft. Bei einem unverarbeiteten Trauma bleibt das Tor für als bedrohlich erlebte Außenreize ständig übermäßig weit geöffnet und es kommt zu erhöhter Ansprechbarkeit (Reagibilität) des Stresssystems. Das Gehirn ist permanent übererregt und regt verhältnismäßig schnell die Ausschüttung von Stresshormonen an. Eines dieser Hormone ist Cortisol. Eine übermäßige Produktion von Cortisol führt nachweislich zu einer Belastung, auf Dauer zu einer Zerstörung der Synapsen und damit auch der damit verbundenen Nervenzellen.

Demenz korreliert mit einer Pathologie der Synapsen. Die Hippocampusformation hat nicht nur eine wichtige Funktion für Lernen und Erinnern, sondern ist auch der Sitz des Selbstwertgefühles des Menschen. 
Entgegen früherer Überzeugungen können dort ein Leben lang Nervenzellen neu gebildet werden. Bei Untersuchungen an meditierenden Menschen hat man z.B. eine überdurchschnittliche Dichte an grauer Substanz in diesem Bereich vorgefunden. Im Gegensatz  dazu haben sich bei im Krieg gefolterten und seelisch erkrankten Menschen vergleichsweise kleine Hippocampi gezeigt.

Dauerstress  und ein geringes Selbstwertgefühl scheinen eine nachhaltige negative Wirkung auf diesen zentralen Bereich im Gehirn zu haben, also auch auf Lernen und Erinnern. Chronischer Stress verhindert das  Entstehen und Wachsen neuer Nervenzellen im Gehirn. In der Demenz sind Selbstwertgefühl, Lernen und Erinnern nachhaltig gestört. Was bleibt, ist eine Idee von zu Hause.

Frank Schubert - VG Bild Kunst

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