DemenzHilfe Oldenburg e.V.

INFORMATIONS- und BERATUNGSSTELLE

Aktuelles

Die Häufigkeit von Demenzerkrankungen

In Deutschland leben gegenwärtig rund 1,7 Millionen Menschen mit Demenz. Die meisten von ihnen sind von der Alzheimer-Krankheit betroffen. Jahr für Jahr treten mehr als 300.000 Neuerkrankungen auf. Infolge der demografischen Veränderungen kommt es zu weitaus mehr Neuerkrankungen als zu Sterbefällen unter den bereits Erkrankten. Aus diesem Grund nimmt die Zahl der Demenzkranken kontinuierlich zu. Sofern kein Durchbruch in Prävention und Therapie gelingt, wird sich nach Vorausberechnungen der Bevölkerungsentwicklung die Krankenzahl bis zum Jahr 2050 auf rund 3 Millionen erhöhen. Dies entspricht einem mittleren Anstieg der Zahl der Erkrankten um 40.000 pro Jahr oder um mehr als 100 pro Tag. In der älteren Bevölkerung ohne deutsche Staatsangehörigkeit gibt es etwa 48.000 Erkrankte. Die Zahl der Menschen mit Demenz, die noch nicht das 65. Lebensjahr erreicht haben, beträgt mehr als 25.000.

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Treffpunkt Demenz 2018

TreffpunktDemenz2018 JHN 8036Mitarbeiterinnen der Institutionen von links nach rechts:

Karl-Jaspers-Klinik (Imke de Reuter); DemenzHilfe Oldenburg e.V. (Friedlinde Köhler); Alzheimer Gesellschaft Oldenburg e.V. (Brunhilde Becker); evasenio Evangelische Seniorenhilfe Eversten/Bloherfelde e.V. (Gundi Pape); Bümmersteder Seniorenservice und Beratungszentrum (Susanne Müller);SOS Seniorenbegleitung Oldenburg Süd (Claudia Oeljeschläer); SPN Senioren- und Pflegestützpunkt Niedersachsen der Stadt Oldenburg (Ilka Haupt); Stiftung Hospitzdienst Oldenburg (Theresa Jansen); DemenzHilfe Oldenburg e.V. (Tanja Ellerbrock); Das Uhlenhus e.V. (Ilona Bender)

 

Beratungs- und Entlastungsangebote aus Oldenburg stellten ihre Hilfsangebote am Dienstag, 12.06. in der Landesbibliothek persönlich vor.

Anwesend waren der Pflegestützpunkt der Stadt Oldenburg; die Alzheimer Gesellschaft Oldenburg; EvaSenio e.V.; Seniorenbegleitung Oldenburg Süd (SOS); Seniorenservice Bümmerstede; das Uhlenhus e.V., Karl-Jaspers-Klinik; DemenzHilfe Oldenburg e.V. sowie der ambulante Hospizdienst.

Die Referentinnen der Institutionen stellten ihre Tätigkeitsfelder und Angebote persönlich vor. Fragen der Besucher wurden direkt beantwortet.

Die Teilnehmer wurden aufgefordert, möglichst frühzeitig Beratung und Entlastungsleistungen in Anspruch zu nehmen.

Nach wie vor ist die Hemmschwelle zur Annahme fremder Hilfe für pflegende Angehörige recht hoch. Es wird häufig sehr spät Unterstützung angenommen. Angehörige pflegen ihre Familienmitglieder oft bis zur eigenen Belastungsgrenze. Das Risiko, selbst zu erkranken steigt dadurch erheblich. Weniger als 10 % der pflegenden Angehörigen nehmen Unterstützung an.

Die einzelnen Institutionen wiesen darauf hin, dass die vorgestellten Angebote kostenfrei oder über die Pflegeversicherung nach § 45 SGB XI abrechenbar sind. 

Der „Treffpunkt Demenz“ kommt zum 2. Mal nach Oldenburg

 

 Wer kennt die Situation nicht? Man geht los in die Küche um sich eine Gabel zu holen und wenn man angekommen ist, hat man vergessen, was man eigentlich mitbringen wollte.

Es ist nicht ungewöhnlich, wenn das Gedächtnis im Alter nachlässt. Dennoch haben viele Menschen Angst davor, dass sie eventuell an einer Demenz erkrankt sind.

Ab wann spricht man eigentlich von einer Demenz?

Welche Unterbringungsmöglichkeiten gibt es in Oldenburg?

Welche Hilfsangebote stehen den pflegenden Angehörigen zur Seite?

Wie geht es den Angehörigen eigentlich wirklich?

Diese Fragen sowie Berichte von Angehörigen werden in der Informationsveranstaltungsreihe „Treffpunkt Demenz“ beantwortet und gehört.

Ein gemeinsames Projekt der DemenzHilfe Oldenburg e. V und der Karl-Jaspers-Klinik, das in diesem Jahr zum 2. Mal in Oldenburg stattfindet.

Die Auftaktveranstaltung findet am Dienstag, 15. Mai 2018 in der Landesbibliothek Oldenburg statt.

Aktueller Flyer: KJK_Flyer_Treffpunkt_Demenz_2018_01.pdf

Coaching für Angehörige einer Frontotemporalen Demenz

Das Zusammenleben mit einem Betroffenen, der an einer Frontotemporalen Demenz (FTD) leidet, bedeutet für die Angehörigen eine enorme Belastung. Vor allem sind es die Verhaltensauffälligkeiten, besonders Aggressionen, enthemmtes Verhalten und Unberechenbarkeit der Patienten, die den Angehörigen zu schaffen machen.

Bei fast allen Betroffenen fallen zu Beginn der Erkrankung Veränderungen der Persönlichkeit und des zwischenmenschlichen Verhaltens auf. Dazu zählen insbesondere Aggressivität, sexuelle Enthemmung, Taktlosigkeit, maßloses Essen aber auch Teilnahmslosigkeit.

Die DemenzHilfe bietet ein Coaching, in denen Strategien zum Umgang mit Stress und den alltäglichen Herausforderungen entwickelt werden. Das Coaching soll Angehörigen dabei helfen, neue Energie zu tanken um eine nachhaltige Kraftquelle für die Herausforderungen im Umgang mit dieser Krankheit zu erhalten. Ein Kurz-Coaching umfasst dabei in der Regel 2 bis 4 Termine.

Die Witwe eines an FTD erkrankten Mannes hat der Deutschen Alzheimer Gesellschaft eine zweckgebundene Spende zukommen lassen.

Sie selbst hat in der Zeit der Pflege Kurz-Coaching als große Unterstützung für sich erlebt und möchte diese Erfahrung auch anderen Betroffenen ermöglichen.

Die DemenzHilfe Oldenburg e.V. rechnet die das Coaching über diese Spende ab, so dass den Teilnehmenden keine Kosten entstehen.

Informationen und Anmeldung:

DemenzHilfe Oldenburg e.V. Telefon 04 41 - 36 14 39 08

www.demenzhilfe-ol.de

ALTER UND DEMENZ – EINE ZWANGSHEIRAT?

Mittwoch, 14. März 2018, 19:30 Uhr

Höheres Alter gilt als Hauptrisikofaktor für eine Demenzerkrankung. Inzwischen hat man so manchen Risiko- und Schutzfaktor isolieren, patho- und salutogenetische Signalpfade aufspüren können – auch wenn jede Antwort viele neue Fragen eröffnet. Milliardenschwere, monokausale medikamentöse Therapieversuche für die Alzheimer-Demenz sind gescheitert. Wie bei anderen nichtansteckenden Krankheiten erweisen sich genetische Risikofaktoren als überbewertet. Epidemiologisch lässt sich gut ein Zusammenhang von mittlerem Leben und dem Demenzrisiko im Alter herstellen, der durch den Lebensstil bestimmt wird. Aber es zeigt sich auch hier, dass es nie zu spät ist, etwas zu tun. Darauf gestützt, will der Vortrag dafür werben, diese Erkenntnisse bei der eigenen Lebensstilentwicklung zu berücksichtigen.  

Vortrag mit Dr. Karl-Adolf Zech, Geprüfter Präventologe® , Gesundheitsberatung und Gesundheitsförderung
in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband der Präventologen e. V. 

Ort

GESUNDHEIT AKTIV e. V. 
Gneisenaustr. 42
10961 Berlin

Kosten

Eintritt frei. Über Spenden freuen wir uns.

Tagung „Beratung bei Demenz – Bedarfe und Konzepte“

Die Tagung „Beratung bei Demenz – Bedarfe und Konzepte“ fand am 30. November 2017 in Berlin statt.

Im Folgenden finden das Grußwort von Prof. Dr. Matthias von Schwanenflügel, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zur Veranstaltung.

 

Grußwort von Prof. Dr. Matthias von Schwanenflügel, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zur Veranstaltung „Beratung bei Demenz – Bedarfe und Konzepte“, Deutsche Alzheimer Gesellschaft, 30.11.17 LV Niedersachsen, Berlin

„Kommt Zeit, kommt Rat“, so der Volksmund. Darauf sollte man sich nicht verlassen, sonst ist man schnell verlassen. Gerade wenn es darum geht, die passgenaue Unterstützung für Menschen mit Demenz zu entwickeln, sind wir auf Wissen und Kompetenz qualifizierter Ratgeber angewiesen. Beratungsbedarf entsteht generell bei zunehmender Komplexität der Lebenslagen, wenn neu auftretende Probleme bewältigt werden müssen. Das ist „normal“, alltäglich und nicht als pathologischer Sonderfall zu bewerten. Beratung gehört zum Leben.

Professionelle Beratung geht aber über den alltäglichen oder gelegentlichen „Rat“ weit hinaus. Sie versteht sich als Aushandlungsprozess, erschließt ressourcenorientiert Möglichkeiten, wirkt vernetzend und begleitet. Die Ansprüche, die sich daraus an Beratende ergeben, sind hoch gesteckt. Gefragt sind neben der Fachlichkeit spezifische Schlüsselkompetenzen von Empathie bis hin zu therapeutischen Fähigkeiten. Es ist von grundlegender Bedeutung, sich hier zu Qualitätsmaßstäben zu verständigen, um von eine gemeinsamen und konsentierten Basis aus handeln zu können, um Beratungsergebnisse evaluieren zu können und um Vertrauen und Sicherheit an potenzielle Klienten zu vermitteln. Begleitung und Betreuung von Menschen mit Demenz stellt Pflegende immer wieder vor Probleme, die sie mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen oft nur unzureichend lösen können. Ein zentraler Dreh- und Angelpunkt liegt deshalb in einer begleitenden Beratung und der Förderung der Kompetenzen Pflegender. Gut informierte Angehörige sind für die Fürsorge Demenzkranker äußerst wichtig, auch in Hinblick auf Prävention in eigener Sache. Sie haben einen hohen Bedarf und ein großes Bedürfnis an Beratung für ihre Situation. Gefragt sind gezielte Informationen zur Krankheit, zum Umgang mit ihr im Alltag und konkrete Unterstützungs- und Hilfsangebote. Wir müssen davon ausgehen, dass – emotional und zeitlich - besonders stark belastete pflegende Angehörige oft nicht in der Lage sind, eine Beratung anzufordern.

Hinderungsgründe, eine öffentliche Informationsveranstaltung oder eine Selbsthilfegruppe zu besuchen, ist nicht nur der Mangel an Zeit, sondern daneben auch nach wie vor oft die Scham für die Krankheit des demenzkranken Angehörigen. Aber auch die Erkrankten selbst schämen sich, sie meiden Außenkontakte, ziehen sich zurück. Für Beratende sind sie schwer zu erreichen. Scheu, Hemmungen und Schwellenangst sind für viele ältere Menschen Hindernisse, Beratung und Hilfe in Anspruch zu nehmen. Beratung in Anspruch zu nehmen bedeutet für viele persönliches Versagen: Es ist wie ein Offenbarungseid.

Wenn die Angebote die Menschen erreichen und rechtzeitig wirksam werden sollen, muss schon früh Vertrauen aufgebaut werden. Beratung kann nicht in Lebenssituationen hineinplatzen und sie kann auch kein Einzelereignis bleiben. Das Element einer präventiven und kontinuierlichen Beratung gilt es zu stärken, die nicht nur Hilfen für individuelle Bedarfslagen erschließt, sondern selber Hilfe darstellt. Denn „Rat ohne Hilfe ist wie eine Tür ohne Klinke“.

Erfahrungsgemäß reicht es nicht aus, niedrigschwellige Informations-, Unterstützungs- und Entlastungsangebote bereit zu stellen. Pflegende Angehörige müssen auch Gelegenheit haben, zu lernen, wo Belastungsgrenzen erreicht sind, Hilfen nachzufragen und anzunehmen. Mit dem Alzheimer Telefon, das im Rahmen des Leistungsvertrags mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft vom BMFSFJ unterstützt wird, gibt es seit 2002 eine anonym nutzbare Beratungs- Hotline, die inzwischen bis zu 6000 Anrufe im Jahr beantwortet, die im Übrigen auch von professionellen Pflegekräften kommen. Selten noch kommen Anfragen von Menschen mit Demenz – aber mit steigender Tendenz. Dabei ist für die Angehörigen gerade zu Beginn der oft unerwartet eintretenden Betreuungsund Pflegesituation des Partners, des Vaters oder der Mutter eine frühzeitige umfassende Information und Aufklärung besonders wichtig. Sie helfen, die neue und schwierige Lebenssituation für alle Beteiligten klarer zu erkennen, zu strukturieren und zu erleichtern, wo es eben geht. Wem Hintergründe und Zusammenhänge bekannt sind, der kann vorhandene Unterstützungs- und Hilfsmöglichkeiten auch leichter annehmen.

Mit unserem Internetportal Wegweiser Demenz tragen wir seit 2009 dazu bei, Bürgerinnen und Bürgern Wissen zu Demenzerkrankungen und Hilfemöglichkeiten zu vermitteln und sie so zu befähigen, Demenz besser zu verstehen, sich in Foren Antworten auf offene Fragen zu holen und die ihnen zustehende Unterstützung aktiv einzufordern. Dennoch fehlt es in der Bevölkerung immer noch an Basiswissen und an Transparenz. Die Beratungslandschaft ist vielfältig, bunt und in jedem Bundesland anders aufgestellt. Verbände, Pflegestützpunkte, Kranken- und Pflegekassen, Pflegedienste, kommunale Anlaufstellen – sie alle leisten mit Sicherheit großartige Arbeit. Viel wichtiger wäre es jedoch, wenn sie sich zielgruppenspezifisch abstimmen und sich ergänzend vernetzen würden.

Das Pflege-Stärkungsgesetz III nimmt einen Anlauf dazu: Es sieht eine Übertragung von Beratungsaufgaben auf die Kommunen vor. Ziel der Modellkommunen Pflege ist es, die Beratung zu verbessern, indem sie mit den kommunalen Leistungen verzahnt wird. Der sozialräumliche, ganzheitliche Ansatz entspricht den Bedürfnissen der Menschen vor Ort, die Beratung und Hilfe in ihrem Lebensumfeld benötigen. Das ist im Übrigen auch der Ansatz unserer Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz. An inzwischen 500 Standorten sind Vernetzungen entstanden, häufig in Trägerschaft von Kommunen und unter Mitwirkung von Alzheimer Gesellschaften, die Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen mit ihren Angeboten im alltäglichen Leben wirkungsvoll unterstützen. Einige von Ihnen widmen sich auch den Problemen von Kindern und Jugendlichen, die erkrankte Familienangehörige betreuen oder pflegen. Und das ist keine Randgruppe. Nach einer Studie des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) versorgen und pflegen immerhin rund 230.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland regelmäßig Angehörige. Diese spezielle Zielgruppe benötigt andere Ansprache und andere Zugangswege, um von Beratung und Hilfe profitieren zu können.

Um diese jungen Menschen zu unterstützen, hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) das Projekt „Pausentaste – Wer anderen hilft, braucht manchmal selber Hilfe. Das Angebot für Kinder und Jugendliche, die sich um ihre Familie kümmern“ ins Leben gerufen. Ein wichtiges Anliegen für Bundesministerin Dr. Barley. Oft sind pflegende Kinder und Jugendliche körperlich überanstrengt, haben neben Schule und Pflege zu wenig Freizeit und stehen mit ihren Sorgen und Ängsten allein da. Für diese Kinder und Jugendlichen wird es mit dem Projekt „Pausentaste“ erstmals auf Bundesebene ein
Unterstützungsangebot geben. Ab dem 1. Januar 2018 bekommen sie Hilfe und Rat beim Kinder- und Jugendtelefon der „Nummer gegen Kummer“ - unter der kostenlosen Nummer 116 111. Die Beratung ist anonym und wird von Montag bis Samstag jeweils von 14 bis 20 Uhr angeboten. An Samstagen findet auch eine „Peer-to-Peer“–Beratung durch speziell ausgebildete Beraterinnen und Berater im Alter von 16 bis 21 Jahren statt. Auch online können sich Betroffene unter www.nummergegenkummer.de Rat und Hilfe holen. Eine Website zum Projekt „Pausentaste“ wird zum Beginn des Jahres 2018 zudem Informationen beispielsweise zu Erkrankungen und Kontaktadressen zu weiteren Hilfsangeboten zur Verfügung stellen. Das Projekt soll zunächst die pflegenden Kinder und Jugendlichen unterstützen, darüber hinaus aber auch Multiplikatorinnen und Multiplikatoren (z.B. an Schulen, bei Jugendverbänden) sowie die Öffentlichkeit einbeziehen. Ein Netzwerk soll im Hintergrund unterstützen und sich zukünftig jährlich zu Fachfragen austauschen.

Sehr geehrte Damen und Herren, Wenn Beratung hilfreich sein soll, sind zwei grundlegende Regeln wichtig: Sie muss sich immer am individuellen Bedarf orientieren und sie sollte die Ratsuchenden befähigen, ihr eigenes Leben möglichst aktiv und eigenständig gestalten zu können. Ziel guter Beratung ist es, sich
selbst überflüssig zu machen! Der Deutschen Alzheimer Gesellschaft möchte ich an dieser Stelle für ihr Engagement und diese sehr gelungene Veranstaltung besonders danken! Lassen Sie uns diesen Weg gemeinsam weiter gehen – die Menschen mit Demenz brauchen unsere Unterstützung!

Kukuk TV - Mit den Augen eines Demenzbetroffenen sehen

Mit den Augen eines Demenzbetroffenen sehen

Wie lebt es sich eigentlich mit einer kognitiven Beeinträchtigung? Wenn das Gedächtnis, die Orientierung oder die Wahrnehmung ‚schwächeln‘?

 


Ich sehe was, was ihr nicht seht!

Georg Jungkamp-Streese lebt mit einer besonderen Form der Demenz. Um anderen Menschen zu zeigen, wie sich das auf sein Leben auswirkt, hat er sich eine kleine Kamera umgeschnallt und Alltagstätigkeiten filmisch dokumentiert und kommentiert. In der Wohnung und auch draußen.
Hier geht’s zum Video



Ich zeige euch meine Welt: Unterwegs im Stadtteil

Raus aus der Wohnung und hinein in den Stadtteil ging es auch bei Gunther Sandau. Herr Sandau ist Rentner, 73 Jahre alt und wurde mit „Alzheimer“ diagnostiziert. Als Experte in eigener Sache war er an einem spannenden Forschungsprojekt beteiligt. Dort konnte er zeigen, wie er in seinem städtischen Wohnumfeld zurechtkommt.
Hier geht’s zum Video

Lebensanker. Das hält mich, wärmt mich, gibt mir Kraft!

Georg Jungkamp-Streese und Gunther Sandau geben uns mit Kameraunterstützung Einblicke in ihr Leben.
Es wäre doch schön, wenn das noch viel mehr Menschen in vergleichbarer Situation tun würden!

 


Deshalb hat KuKuK-TV jetzt die Ausschreibung „Lebensanker“ gestartet. Sie wendet sich an Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung im gesamten deutschsprachigen Raum. Gesucht werden kleine Filmbeiträge, die Einblicke in ein Leben mit kognitiven Beeinträchtigungen geben. Ganz wichtig dabei: Sie sollen aus der Perspektive von unmittelbar Betroffenen und mit deren Beteiligung entstehen. In einem Video zeigt KuKuK-TV, worum es genau geht und wie die Produktion von Beiträgen gelingt.
Zum Ausschreibungsvideo

Teilnahmebedingungen und weitere Informationen

Alzheimer Europe Conference in Berlin

Der Vorstand der DemenzHilfe Oldenburg e.V. hat vom 2 - 4 Oktober 2017 an der 27ten Alzheimer Europe Conference in Berlin teilgenommen.
Alzheimer Europe ist eine Nichtregierungsorganisation (NRO), die darauf abzielt, das Bewusstsein für alle Formen von Demenz zu schärfen.

Nationale Demenzstrategien: Eine Momentaufnahme des Status nationaler Demenzstrategien in Europa
In der Erklärung von Glasgow 2014 wurde die Schaffung einer europäischen und nationaler Strategien in jedem Land in Europa gefordert. Die Unterzeichner forderten die führenden Politiker der Welt auf, Demenz als Priorität für die öffentliche Gesundheit anzuerkennen und einen globalen Aktionsplan für Demenz zu entwickeln. Die Europäische Union führt verschiedene Maßnahmen zur Bewältigung der Herausforderungen von Demenz durch; diese können hier gefunden werden. Die Zahl der Länder, in denen Demenz als Priorität anerkannt wird und nationale Strategien entwickelt werden, wächst weiter. Die folgende Karte zeigt Länder, in denen bereits eine Strategie vorliegt. Deutschland plant eine Strategie, die auf der zuvor verabschiedeten Agenda (am15. September 2014 startete die Deutsche Demenz Allianz eine Agenda, um die Grundlage einer nationalen Demenzstrategie umzusetzen.) aufbaut. Portugal, Rumänien und die Slowakei berichten von Demenzstrategien in der Entwicklung und andere Länder haben die Notwendigkeit einer Entwicklung festgestellt.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
www.alzheimer-europe.org


Alzheimer Europe 2017_Seite_1_Bild_0002.jpgAlzheimer Europe 2017_Seite_1_Bild_0001.jpg

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