DemenzHilfe Oldenburg e.V.

INFORMATIONS- und BERATUNGSSTELLE

Aktuelles

Kukuk TV - Mit den Augen eines Demenzbetroffenen sehen

Mit den Augen eines Demenzbetroffenen sehen

Wie lebt es sich eigentlich mit einer kognitiven Beeinträchtigung? Wenn das Gedächtnis, die Orientierung oder die Wahrnehmung ‚schwächeln‘?

 


Ich sehe was, was ihr nicht seht!

Georg Jungkamp-Streese lebt mit einer besonderen Form der Demenz. Um anderen Menschen zu zeigen, wie sich das auf sein Leben auswirkt, hat er sich eine kleine Kamera umgeschnallt und Alltagstätigkeiten filmisch dokumentiert und kommentiert. In der Wohnung und auch draußen.
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Ich zeige euch meine Welt: Unterwegs im Stadtteil

Raus aus der Wohnung und hinein in den Stadtteil ging es auch bei Gunther Sandau. Herr Sandau ist Rentner, 73 Jahre alt und wurde mit „Alzheimer“ diagnostiziert. Als Experte in eigener Sache war er an einem spannenden Forschungsprojekt beteiligt. Dort konnte er zeigen, wie er in seinem städtischen Wohnumfeld zurechtkommt.
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Lebensanker. Das hält mich, wärmt mich, gibt mir Kraft!

Georg Jungkamp-Streese und Gunther Sandau geben uns mit Kameraunterstützung Einblicke in ihr Leben.
Es wäre doch schön, wenn das noch viel mehr Menschen in vergleichbarer Situation tun würden!

 


Deshalb hat KuKuK-TV jetzt die Ausschreibung „Lebensanker“ gestartet. Sie wendet sich an Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung im gesamten deutschsprachigen Raum. Gesucht werden kleine Filmbeiträge, die Einblicke in ein Leben mit kognitiven Beeinträchtigungen geben. Ganz wichtig dabei: Sie sollen aus der Perspektive von unmittelbar Betroffenen und mit deren Beteiligung entstehen. In einem Video zeigt KuKuK-TV, worum es genau geht und wie die Produktion von Beiträgen gelingt.
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Teilnahmebedingungen und weitere Informationen

Tagung „Beratung bei Demenz – Bedarfe und Konzepte“

Die Tagung „Beratung bei Demenz – Bedarfe und Konzepte“ fand am 30. November 2017 in Berlin statt.

Im Folgenden finden das Grußwort von Prof. Dr. Matthias von Schwanenflügel, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zur Veranstaltung.

 

Grußwort von Prof. Dr. Matthias von Schwanenflügel, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zur Veranstaltung „Beratung bei Demenz – Bedarfe und Konzepte“, Deutsche Alzheimer Gesellschaft, 30.11.17 LV Niedersachsen, Berlin

„Kommt Zeit, kommt Rat“, so der Volksmund. Darauf sollte man sich nicht verlassen, sonst ist man schnell verlassen. Gerade wenn es darum geht, die passgenaue Unterstützung für Menschen mit Demenz zu entwickeln, sind wir auf Wissen und Kompetenz qualifizierter Ratgeber angewiesen. Beratungsbedarf entsteht generell bei zunehmender Komplexität der Lebenslagen, wenn neu auftretende Probleme bewältigt werden müssen. Das ist „normal“, alltäglich und nicht als pathologischer Sonderfall zu bewerten. Beratung gehört zum Leben.

Professionelle Beratung geht aber über den alltäglichen oder gelegentlichen „Rat“ weit hinaus. Sie versteht sich als Aushandlungsprozess, erschließt ressourcenorientiert Möglichkeiten, wirkt vernetzend und begleitet. Die Ansprüche, die sich daraus an Beratende ergeben, sind hoch gesteckt. Gefragt sind neben der Fachlichkeit spezifische Schlüsselkompetenzen von Empathie bis hin zu therapeutischen Fähigkeiten. Es ist von grundlegender Bedeutung, sich hier zu Qualitätsmaßstäben zu verständigen, um von eine gemeinsamen und konsentierten Basis aus handeln zu können, um Beratungsergebnisse evaluieren zu können und um Vertrauen und Sicherheit an potenzielle Klienten zu vermitteln. Begleitung und Betreuung von Menschen mit Demenz stellt Pflegende immer wieder vor Probleme, die sie mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen oft nur unzureichend lösen können. Ein zentraler Dreh- und Angelpunkt liegt deshalb in einer begleitenden Beratung und der Förderung der Kompetenzen Pflegender. Gut informierte Angehörige sind für die Fürsorge Demenzkranker äußerst wichtig, auch in Hinblick auf Prävention in eigener Sache. Sie haben einen hohen Bedarf und ein großes Bedürfnis an Beratung für ihre Situation. Gefragt sind gezielte Informationen zur Krankheit, zum Umgang mit ihr im Alltag und konkrete Unterstützungs- und Hilfsangebote. Wir müssen davon ausgehen, dass – emotional und zeitlich - besonders stark belastete pflegende Angehörige oft nicht in der Lage sind, eine Beratung anzufordern.

Hinderungsgründe, eine öffentliche Informationsveranstaltung oder eine Selbsthilfegruppe zu besuchen, ist nicht nur der Mangel an Zeit, sondern daneben auch nach wie vor oft die Scham für die Krankheit des demenzkranken Angehörigen. Aber auch die Erkrankten selbst schämen sich, sie meiden Außenkontakte, ziehen sich zurück. Für Beratende sind sie schwer zu erreichen. Scheu, Hemmungen und Schwellenangst sind für viele ältere Menschen Hindernisse, Beratung und Hilfe in Anspruch zu nehmen. Beratung in Anspruch zu nehmen bedeutet für viele persönliches Versagen: Es ist wie ein Offenbarungseid.

Wenn die Angebote die Menschen erreichen und rechtzeitig wirksam werden sollen, muss schon früh Vertrauen aufgebaut werden. Beratung kann nicht in Lebenssituationen hineinplatzen und sie kann auch kein Einzelereignis bleiben. Das Element einer präventiven und kontinuierlichen Beratung gilt es zu stärken, die nicht nur Hilfen für individuelle Bedarfslagen erschließt, sondern selber Hilfe darstellt. Denn „Rat ohne Hilfe ist wie eine Tür ohne Klinke“.

Erfahrungsgemäß reicht es nicht aus, niedrigschwellige Informations-, Unterstützungs- und Entlastungsangebote bereit zu stellen. Pflegende Angehörige müssen auch Gelegenheit haben, zu lernen, wo Belastungsgrenzen erreicht sind, Hilfen nachzufragen und anzunehmen. Mit dem Alzheimer Telefon, das im Rahmen des Leistungsvertrags mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft vom BMFSFJ unterstützt wird, gibt es seit 2002 eine anonym nutzbare Beratungs- Hotline, die inzwischen bis zu 6000 Anrufe im Jahr beantwortet, die im Übrigen auch von professionellen Pflegekräften kommen. Selten noch kommen Anfragen von Menschen mit Demenz – aber mit steigender Tendenz. Dabei ist für die Angehörigen gerade zu Beginn der oft unerwartet eintretenden Betreuungsund Pflegesituation des Partners, des Vaters oder der Mutter eine frühzeitige umfassende Information und Aufklärung besonders wichtig. Sie helfen, die neue und schwierige Lebenssituation für alle Beteiligten klarer zu erkennen, zu strukturieren und zu erleichtern, wo es eben geht. Wem Hintergründe und Zusammenhänge bekannt sind, der kann vorhandene Unterstützungs- und Hilfsmöglichkeiten auch leichter annehmen.

Mit unserem Internetportal Wegweiser Demenz tragen wir seit 2009 dazu bei, Bürgerinnen und Bürgern Wissen zu Demenzerkrankungen und Hilfemöglichkeiten zu vermitteln und sie so zu befähigen, Demenz besser zu verstehen, sich in Foren Antworten auf offene Fragen zu holen und die ihnen zustehende Unterstützung aktiv einzufordern. Dennoch fehlt es in der Bevölkerung immer noch an Basiswissen und an Transparenz. Die Beratungslandschaft ist vielfältig, bunt und in jedem Bundesland anders aufgestellt. Verbände, Pflegestützpunkte, Kranken- und Pflegekassen, Pflegedienste, kommunale Anlaufstellen – sie alle leisten mit Sicherheit großartige Arbeit. Viel wichtiger wäre es jedoch, wenn sie sich zielgruppenspezifisch abstimmen und sich ergänzend vernetzen würden.

Das Pflege-Stärkungsgesetz III nimmt einen Anlauf dazu: Es sieht eine Übertragung von Beratungsaufgaben auf die Kommunen vor. Ziel der Modellkommunen Pflege ist es, die Beratung zu verbessern, indem sie mit den kommunalen Leistungen verzahnt wird. Der sozialräumliche, ganzheitliche Ansatz entspricht den Bedürfnissen der Menschen vor Ort, die Beratung und Hilfe in ihrem Lebensumfeld benötigen. Das ist im Übrigen auch der Ansatz unserer Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz. An inzwischen 500 Standorten sind Vernetzungen entstanden, häufig in Trägerschaft von Kommunen und unter Mitwirkung von Alzheimer Gesellschaften, die Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen mit ihren Angeboten im alltäglichen Leben wirkungsvoll unterstützen. Einige von Ihnen widmen sich auch den Problemen von Kindern und Jugendlichen, die erkrankte Familienangehörige betreuen oder pflegen. Und das ist keine Randgruppe. Nach einer Studie des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) versorgen und pflegen immerhin rund 230.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland regelmäßig Angehörige. Diese spezielle Zielgruppe benötigt andere Ansprache und andere Zugangswege, um von Beratung und Hilfe profitieren zu können.

Um diese jungen Menschen zu unterstützen, hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) das Projekt „Pausentaste – Wer anderen hilft, braucht manchmal selber Hilfe. Das Angebot für Kinder und Jugendliche, die sich um ihre Familie kümmern“ ins Leben gerufen. Ein wichtiges Anliegen für Bundesministerin Dr. Barley. Oft sind pflegende Kinder und Jugendliche körperlich überanstrengt, haben neben Schule und Pflege zu wenig Freizeit und stehen mit ihren Sorgen und Ängsten allein da. Für diese Kinder und Jugendlichen wird es mit dem Projekt „Pausentaste“ erstmals auf Bundesebene ein
Unterstützungsangebot geben. Ab dem 1. Januar 2018 bekommen sie Hilfe und Rat beim Kinder- und Jugendtelefon der „Nummer gegen Kummer“ - unter der kostenlosen Nummer 116 111. Die Beratung ist anonym und wird von Montag bis Samstag jeweils von 14 bis 20 Uhr angeboten. An Samstagen findet auch eine „Peer-to-Peer“–Beratung durch speziell ausgebildete Beraterinnen und Berater im Alter von 16 bis 21 Jahren statt. Auch online können sich Betroffene unter www.nummergegenkummer.de Rat und Hilfe holen. Eine Website zum Projekt „Pausentaste“ wird zum Beginn des Jahres 2018 zudem Informationen beispielsweise zu Erkrankungen und Kontaktadressen zu weiteren Hilfsangeboten zur Verfügung stellen. Das Projekt soll zunächst die pflegenden Kinder und Jugendlichen unterstützen, darüber hinaus aber auch Multiplikatorinnen und Multiplikatoren (z.B. an Schulen, bei Jugendverbänden) sowie die Öffentlichkeit einbeziehen. Ein Netzwerk soll im Hintergrund unterstützen und sich zukünftig jährlich zu Fachfragen austauschen.

Sehr geehrte Damen und Herren, Wenn Beratung hilfreich sein soll, sind zwei grundlegende Regeln wichtig: Sie muss sich immer am individuellen Bedarf orientieren und sie sollte die Ratsuchenden befähigen, ihr eigenes Leben möglichst aktiv und eigenständig gestalten zu können. Ziel guter Beratung ist es, sich
selbst überflüssig zu machen! Der Deutschen Alzheimer Gesellschaft möchte ich an dieser Stelle für ihr Engagement und diese sehr gelungene Veranstaltung besonders danken! Lassen Sie uns diesen Weg gemeinsam weiter gehen – die Menschen mit Demenz brauchen unsere Unterstützung!

Alzheimer Europe Conference in Berlin

Der Vorstand der DemenzHilfe Oldenburg e.V. hat vom 2 - 4 Oktober 2017 an der 27ten Alzheimer Europe Conference in Berlin teilgenommen.
Alzheimer Europe ist eine Nichtregierungsorganisation (NRO), die darauf abzielt, das Bewusstsein für alle Formen von Demenz zu schärfen.

Nationale Demenzstrategien: Eine Momentaufnahme des Status nationaler Demenzstrategien in Europa
In der Erklärung von Glasgow 2014 wurde die Schaffung einer europäischen und nationaler Strategien in jedem Land in Europa gefordert. Die Unterzeichner forderten die führenden Politiker der Welt auf, Demenz als Priorität für die öffentliche Gesundheit anzuerkennen und einen globalen Aktionsplan für Demenz zu entwickeln. Die Europäische Union führt verschiedene Maßnahmen zur Bewältigung der Herausforderungen von Demenz durch; diese können hier gefunden werden. Die Zahl der Länder, in denen Demenz als Priorität anerkannt wird und nationale Strategien entwickelt werden, wächst weiter. Die folgende Karte zeigt Länder, in denen bereits eine Strategie vorliegt. Deutschland plant eine Strategie, die auf der zuvor verabschiedeten Agenda (am15. September 2014 startete die Deutsche Demenz Allianz eine Agenda, um die Grundlage einer nationalen Demenzstrategie umzusetzen.) aufbaut. Portugal, Rumänien und die Slowakei berichten von Demenzstrategien in der Entwicklung und andere Länder haben die Notwendigkeit einer Entwicklung festgestellt.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
www.alzheimer-europe.org


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Neue Bausteine gegen die Demenz

Seit 100 Jahren glauben wir, dass Abbau und Verschleiß im Gehirn zwangsläufig in die Demenz führen. Ein Irrglaube, sagt der Hirnforscher Gerald Hüther. Wie wir Selbstheilungskräfte aktivieren können und was unser Zusammenleben damit zu tun hat, erklärt der Neurobiologe im Gespräch mit Susanne Iden.


Iden: Prof. Hüther, wer alt wird – und wir werden jetzt fast alle alt –, kann mit einiger Wahrscheinlichkeit damit rechnen, dass sein Gehirn massiv abbaut und er dement wird. Richtig?

Hüther: Falsch. Er kann damit rechnen, dass sein Gehirn Verbindungen und Vernetzungen verliert, dass es von Ablagerungen übersät ist, dass Gefäße verstopfen. Das heißt aber nicht, dass er deswegen eine Demenz entwickeln muss.

Trotzdem sprechen Sie in Ihrem neuesten Buch von der Demenzfalle, in der wir Ihrer Meinung nach kollektiv sitzen.

Nicht trotzdem, sondern deswegen. Weil wir in altem Denken festgefahren sind – ohne es zu merken. Unsere Vorstellungen davon, wie Demenz entsteht, stammen aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts: Wenn Abbauprozesse im Gehirn hinreichend fortgeschritten sind, dann macht sich das in entsprechenden Funktionsausfällen bemerkbar – bis zum „Altersschwachsinn“. Und weil tatsächlich immer mehr Menschen immer älter werden, gibt es eben auch unausweichlich immer mehr Demenzfälle. Da haben wir eine schöne, schlüssige Theorie. Seit Alois Alzheimer 1906 erste Fälle beschrieben hat, gehen wir alle davon aus, dass man Demenz bekommt, weil im Gehirn etwas wegschrumpelt.

Und Sie glauben das nicht?

Nein. Wir werden nicht dement, weil unser Gehirn abbaut. Sondern weil unsere Art und Weise zu leben so viele Menschen daran hindert, die Selbstheilungskräfte ihres Gehirns zu aktivieren. Das können wir ändern.

Das ganze Gespräch finden Sie hier als PDF zum Download

7. AKTIONSTAG DEMENZ

Die Karl-Jaspers-Klinik lädt am 07. November zum „Aktionstag Demenz“ ein.

Die diesjährige Veranstaltung steht unter dem Titel „Gewalt in der Pflege“. Dieser etwas provokant klingende Titel hat einen ernsten Hintergrund. Der Umgang mit schwer Kranken, insbesondere Demenzerkrankten, verlangt allen Beteiligten ein Maximum an psychischer und physischer Stabilität ab. Immer wieder geraten pflegende Angehörige, aber auch professionell Pflegende, an ihre Grenzen und überschreiten diese. Fehlender emotionaler Rückhalt, enge Zeitpläne und die oft fehlende positive Resonanz auf eigenes Bemühen können zu Umgangsformen mit den Kranken führen, bei Empathie und Respekt verloren geht.

Umgekehrt sind Demenzkranke oft in ihrem Wesen schwierig: Unruhe, Zeitdruck, wechselnde Bezugspersonen und vieles mehr führen zu Angst und Aggressivität gegen diejenigen, die eigentlich nur helfen wollen. Wie lebt es sich in einem solchen Spannungsfeld? Welche Mechanismen lösen Aggressionen auf der einen wie auf der anderen Seite aus und was kann man dagegen tun?

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Flyer und Anmeldung Download

Welt-Alzheimertag – Tag der offenen Tür am 21. September 2017

Seit 1994 finden am 21. September in aller Welt vielfältige Aktivitäten statt, um die Öffentlichkeit auf die Situation von Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen aufmerksam zu machen. Weltweit sind etwa 46 Millionen Menschen von Demenzerkrankungen betroffen, zwei Drittel davon in Entwicklungsländern. Bis 2050 wird die Zahl auf voraussichtlich 131,5 Millionen ansteigen, besonders dramatisch in China, Indien und den afrikanischen Ländern südlich der Sahara.

Immer wieder geht es darum, auf die Situation der 1,6 Millionen Demenzkranken und ihrer Familien in Deutschland hinzuweisen. Auch wenn gegenwärtig eine Heilung der Krankheit nicht möglich ist, kann durch medizinische Behandlung, Beratung, soziale Betreuung, fachkundige Pflege und vieles mehr den Kranken und ihren Angehörigen geholfen werden.

Am 21. September, anlässlich des diesjährigen Welt-Alzheimertages lädt die DemenzHilfe Oldenburg e.V. zu einen „Tag der offenen Tür“ ein. Interessierte haben die Möglichkeit sich von 9.00 - 16.00 Uhr rund das Thema „Demenz und Alzheimer Erkrankung“ zu informieren.

Grußwort zur Woche der Demenz 2017

Gemeinsames Grußwort von Herrn Bundesminister Gröhe und Frau Bundesministerin Dr. Barley für die Woche der Demenz 2017

Demenz. Die Vielfalt im Blick – das Motto der diesjährigen Woche der Demenz will unsere Wahrnehmung schärfen. Denn jeder Mensch, der an Demenz erkrankt, ist und bleibt eine eigenständige Persönlichkeit. Das beachten wir manchmal zu wenig, wenn wir den Betroffenen begegnen. Die Lebensumstände, die Lebensgeschichten, die Bedürfnisse sind auch bei diesen Menschen ganz unterschiedlich und sie prägen sie auch bei der „Reise ins Vergessen“. Deshalb braucht es eine ganz eigene, an das jeweilige soziale Umfeld angepasste Unterstützung. Menschen, die aus anderen Kulturen stammen, Menschen, die noch mitten im Berufsleben stehen, hochaltrige und pflegebedürftige Menschen: Jede und jeden kann die Krankheit treffen. Jede und jeder verfügt auch über jeweils eigene, ganz unterschiedliche Möglichkeiten zum Umgang mit der Erkrankung.

Mit der Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs sowie eines neuen Begutachtungsinstruments erhalten die an Demenz erkrankten Menschen seit Anfang dieses Jahres endlich einen gleichberechtigten Zugang zu allen Leistungen der Pflegeversicherung. Durch die Pflegestärkungsgesetze erhalten sie, aber auch ihre Angehörigen, zudem deutlich mehr und passgenauere Unterstützung. Als Gesellschaft machen wir damit zugleich deutlich, wie wichtig uns gute Pflege als Ausdruck der Menschlichkeit unserer Gesellschaft ist. Wir zeigen, wie wir Anteilnahme, Nächstenliebe und Gemeinsinn verstehen und leben wollen.
Mit der Vielfalt von inzwischen 500 Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz wollen wir der Vielfalt an Bedürfnissen gerecht werden. Die Arbeit dieser regionalen Netzwerke hat einen besonderen Stellenwert im Zusammenspiel der Hilfen. Sie sind vor Ort, nah bei den Menschen, ihren Nöten und Sorgen. Das schafft Vertrauen und überwindet Berührungsängste.

Und mit der von uns gemeinsam getragenen Initiative „Demenz Partner“ der Deutschen Alzheimer Gesellschaft Selbsthilfe e. V. lässt sich ohne großen Aufwand lernen, worauf es im Kontakt mit demenzerkrankten Menschen ankommt.

Wir wollen alle Bürgerinnen und Bürger ermutigen: Engagieren Sie sich vor Ort! Unterstützen Sie Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen! Erleben Sie selbst, dass uns die Begegnung mit an Demenz erkrankten Menschen bereichern kann, wenn Sie die Vielfalt in den Blick nehmen.

www.lokale-allianzen.de

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